Informationen des AGV für unsere Mitglieder

Aktualisierung vom 21. März 2020

Weitere Verschärfung
Der Bundesrat hat die Massnahmen zur Eindämmung vom Coronavirus verschärft. Menschenansammlungen von mehr als 5 Personen im öffentlichen Raum, auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen, sind verboten. Bei Versammlungen von bis zu 5 Personen ist gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens zwei Metern einzuhalten. Die Arbeitgeber im Bauhauptgewerbe, Baunebengewerbe und in der Industrie sind verpflichtet, die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit betreffend Hygiene und sozialer Distanz einzuhalten. Hierzu sind namentlich die Anzahl der anwesenden Personen auf Baustellen oder in Betrieben entsprechend zu limitieren, die Baustellen- und Betriebsorganisation anzupassen und Menschenansammlungen von mehr als 5 Personen in Pausenräumen und Kantinen zu verhindern. Betriebe, die sich nicht daran halten, sollen geschlossen werden. Mit diesen Massnahmen will der Bundesrat noch weitergehende Massnahmen vermeiden.

Massnahmenpaket zur Unterstützung der Wirtschaft
Der Bundesrat hat zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von 32 Milliarden Franken beschlossen. Mit den bereits am 13. März beschlossenen Massnahmen sollen über 40 Milliarden Franken zur Verfügung stehen. Ziel der auf verschiedene Zielgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Auch im Kultur- und Sportbereich wurden Massnahmen ergriffen, um Konkurse zu verhindern und einschneidende finanzielle Folgen abzufedern. Mit den neuen Massnahmen sollen Härtefälle soweit wie möglich vermieden und die betroffenen Personen und Branchen im Bedarfsfall möglichst unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützt werden.

Weitere Informationen

Gegenseitige Unterstützung
Der Bundesrat fordert die Bevölkerung eindringlich auf, zu Hause zu bleiben, insbesondere Personen, die krank oder über 65 Jahre alt sind. Nach draussen gehen soll nur, wer zur Arbeit oder zum Arzt gehen sowie wer Lebensmittel einkaufen oder jemandem helfen muss. Damit sollen besonders gefährdete Personen geschützt und eine Überlastung der Intensivstationen in den Spitälern verhindert werden.

Information Mittwoch, 18. März 2020

Vom AGV erhalten wir laufend die neuesten Informationen rund um den Coronavirus.

Von der Umfrage sind bisher gegen 1000 Rückmeldungen eingegangen. Die Auswertung beansprucht noch etwas Zeit. Nach einer ersten Übersicht sind aber gut 80% der Unternehmen von den Auswirkungen vom Coronavirus betroffen. Die Vorschriften vom partiellen Lockdown werden teilweise unterschiedlich ausgelegt. Das war aber zu erwarten. Die Präzisierungen müssen noch entwickelt und vereinheitlicht werden. Dazu braucht es auch Zeit und Verständnis.

Kurzarbeit

Kurt Schmid hat mit Thomas Buchmann vom AWA telefonieren können. Thomas Buchmann empfiehlt, dass jede Firma, welche nach dem bestehenden Recht antragsberechtigt ist, die Kurzarbeit sofort beantragen soll. Es gebe bei einem Beschäftigungseinbruch keine Gründe mehr, um zuzuwarten Die weitergehenden und zur Diskussion stehenden Sonderberechtigungen (für Solounternehmer, Selbständige) sind noch nicht ausgearbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Bund sucht man tragbare und wirkungsvolle Lösungen. Dazu wird aber die ganze Woche noch benötigt.

Link zur Seite vom Kanton Aargau betreffend Kurzarbeit:

https://www.ag.ch/de/dvi/wirtschaft_arbeit/unternehmen/zuschuesse___entschaedigungen/kurzarbeitsentschaedigung_beantragen/kurzarbeitsentschaedigung_beantragen_1.jsp?sectionId=172314-2096228784&accordId=0

Grenzsituation

Die deutschen Pendler verlieren am Morgen bei der Einreise und abends bei der Ausreise enorm viel Zeit. Gemäss Meldungen bis zu je 4 Stunden. Regierungsrat Dr. Urs Hofmann wurde darüber informiert. Die Medien berichten nun ebenfalls darüber. Versucht, wenn möglich mit abweichenden Arbeitszeiten für die Pendler zu arbeiten, damit sich die Lage so etwas entschärfen kann.